An diese Stelle möchte ich ganz herzlich Frau E. Schwanke danken, die mir den Nachlass seiner Dienstzeit bei den 143ern und den Lebenslauf ihres
Großvaters Heinrich Röse (1888-1958) überlassen hat.
Inhaltsverzeichnis
Zusammenfassung einiger Lebensdaten von Heinrich Röse (1888-1958):
- Er wurde am 10.01.1888 in Waßmuthshausen geboren.
- 1. Kind von Conrad Röse (1860-1847) und dessen Ehefrau Martha Vollmer (1860-1903)
- Er hat noch eine jüngere Schwester Martha Elisabeth (Elise) , die am 27.6.1892 geboren wurde
- der Vater war ein selbstständiger Schneider und die Eltern hatten im Nebenerwerb noch eine kleine Landwirtschaft, die in erster Linie der Selbstversorgung diente.
- Waßmuthshausen war ein Dorf von c. 200-250 Einwohnern, die im wesentlichen landwirtschaftlich geprägt war. Es gab 4-5 Vollerwerbslandwirte, die übrigen betrieben neben ihrer
Landwirtschaft noch ein Handwerk oder waren Knechte/Mägde bei den Landwirten. - Die Einwohner waren alle evangelisch-reformiert. Das Dorf hatte eine Volksschule mit 8 Jahrgängen, wobei die Kinder der Klassen 1-4 und die von 5-8 zusammen unterrichtet wurden.
Weiterführende Schulen gab es in der 5 Kilometer entfernten Kreisstadt Homberg. Heute auch die Kreisstadt des Schwalm-Eder-Kreises in Nordhessen. - 1894-1902 besuchte er die Volksschule in Waßmuthshausen.
- 1902 begann er eine Schlosserlehre bei der Firma Jakob Löwer in Caßdorf
Diese Firma wurde 1861 aus einer Schmiede gegründet und entwickelte sich zu einer Firma die Landmaschinen herstellte und auch eine Eisengießerei hatte. Zur Lehrzeit von Heinrich Röse gab es die Eisengießerei und die Herstellung der Landmaschinen. Die Belegschaft umfasste ca. 30-40 Personen, das war für die Gegend und die damalige Zeit schon eine sehr große Firma.
Anm. Die Firma besteht noch heute und vertreibt weltweit industrielle Holzschleifmaschinen. - Den Weg zur Arbeit ca. 6 km – Fußweg eine Stunde – musste er zu Fuß zurücklegen.
Später hatte er ein Fahrrad, das war bei den nicht asphaltierten Straßen und dem längeren Straßenverlauf auch nicht viel schneller. Wie lang er nach Abschluss der Lehre bei dieser Firma blieb ist nicht bekannt. - 1903 verstarb seine Mutter und der Vater musste die Familie allein durchbringen, dieser arbeitet, wenn die Schneiderei nicht genug einbrachte in einem nahegelegenen Braunkohletagebau.
Militärzeit:
- 1908-1910 leistete er seinen Militärdienst bei dem 4.ElsässerInf. Reg.143 /5.Compagnie in Straßburg. Er war sehr beeindruckt vom Straßburger Münster.
- 1914-1918 Teilnehmer der 1. Weltkrieges. Er war von Anfang an dabei, erlitt eine Verwundung, die 1915 zu einem Lazarettaufenthalt in Polen führt. Ob diese Verwundung zu einer Narbe am rechten Handgelenk führte ist nicht ganz klar, aber möglich.
- 1916 kam er in englische Gefangenschaft, da er bei einem Rückzug seiner Compagnie über die Somme nicht mitkonnte, da er nicht schwimmen konnte.
Er verblieb bis zum Ende des 1. WK in englischer Gefangenschaft, aus dieser hat er seinem Vater auch Briefe schreiben dürfen.Diese Brief sind leider nicht mehr vorhanden. Wo sich das Gefangenenlager befand ist nicht bekannt.


- 1902-1954 Mitgliedschaft im Männergesangverein Wassmuthshausen/Rodemann zu dessen Gründungsmitgliederen sein Vater zählte.
- 4.09.1920 Heirat mit Anna Elisabeth Paul (1889-1969) in Waßmuthshausen
- 04.01.1922 Geburt der Tochter Marta Elisabeth
- 1920 -1954 er arbeitete als Sprengmeister in einem nahegelegenen Basaltbruch.
Er übernahm dann Ende der 20er/Anf 30er Jahre die Filiale der Raiffeisenbank in Waßmuthshausen. Diese wurde im eigenen Wohnhaus betrieben, diese Tätigkeit übte er bis zu seiner Pensionierung 1954 aus. Zeitweise half ihm seine Tochter Elisabeth als Rechnungsführer bei der Tätigkeit, sie hatte die entsprechenden Fähigkeiten bei Lehrgängen in Kassel erworben. - 24.2.1958 verstarb er in Waßmuthshausen an einer Lungenentzündung.
Im Lazarett:

Seine Reservistenflasche:
Die Reservistenpfeife mit verschiedenen Pfeifenköpfen:
Seine Militärmütze:

Sturmfeuerzeug und Armband:





















