Das 1. Elsässische Pionier-Bataillon Nr. 15 war ein preußisches Pionierbataillon, das 1871 gegründet wurde und dessen Friedensgarnison sich in Straßburg/Elsass befand . Es
unterstand während des Kaiserreichs dem XV. Armee-Korps, das den Bereich Elsass-Lothringenumfasste .
Wichtige Eckdaten und Geschichte:
Gründungstag: 19. Mai 1871 durch Zusammenführung von Truppenteilen anderer Pionierbataillone .
Stationierungen: 1871 in Straßburg, 1872 in Metz, ab 1881 wieder dauerhaft in Straßburg .
Namensgebung: Ursprünglich „Pionier-Bataillon Nr. 15“, ab 27. Januar 1902 „1. Elsässisches Pionier-Bataillon Nr. 15“ .
Unterstellung: Ständig Teil des XV. Armee-Korps; im Ersten Weltkrieg vor allem den Divisionen 30 und 39 zugeteilt .
Aufstellung im Ersten Weltkrieg (ab August 1914 Zwei Feld-Bataillone mit je drei Kompanien sowie ein Scheinwerfer-Zug. Kompanien waren unterschiedlichen Divisionen
zugeordnet, u.a. der 30. und 39. Infanterie-Division .
Einsätze: Teilnahme an Schlachten und Stellungskämpfen, z.B. an der Westfront 1914/18 in Divisions- und Armeeverbänden .
Uniform: Charakteristisch waren schwarze schwedische Ärmelaufschläge, rote Schulterstücke mit gelben Ziffern und ein silberner Linien-Adler .
Das Bataillon war bei der 3. Pionier-Inspektion geführt und erfüllte vorrangig Pionieraufgaben wie das Überwinden von Drahthindernissen, Brückenbau unter Gefechtsbedingungen und die
Unterstützung von Infanterieangriffen durch technische Maßnahmen .
Das 1. Elsässische Pionier-Bataillon Nr. 15 ist daher ein bedeutendes Beispiel für die militärische Organisation und Integration der Region Elsass in das deutsche Kaiserreich nach 1871 .
Welche spezifischen Kompanien und Untereinheiten hatte das Bataillon 1914:
Das 1. Elsässische Pionier-Bataillon Nr. 15 war 1914 in spezifische Kompanien und Untereinheiten wie folgt gegliedert:
Es stellte zur Mobilmachung am 2. August 1914 zwei Feld-Bataillone mit jeweils drei
Kompanien auf, insgesamt also 6 Kompanien.
Zusätzlich bestand ein Scheinwerfer-Zug (eigene technische Einheit zur Beleuchtung und
Zielerfassung).
Die Kompanien waren den Divisionen zugeteilt:
I. Feld-Bataillon:
Kompanie für die 30. Infanterie-Division XV. Armeekorps, 7. Armee)
Kompanie für die 39. Infanterie-Division XV. Armeekorps, 7. Armee)
Kompanie für die 39. Infanterie-Division XV. Armeekorps, 7. Armee)
II. Feld-Bataillon:
Kompanie
Reserve-Kompanie
Reserve-Kompanie, zugeteilt der 30. Reserve-Division/Festung Straßburg. Der Scheinwerfer-Zug war dem XV. Armeekorps, 7. Armee, unterstellt. Diese Organisation erlaubte eine flexible Aufteilung des Bataillons auf verschiedene Frontabschnitte und Aufgaben, wobei jede Kompanie rund 150 Mann hatte und aus 3 Zügen bestand (je etwa 50 Mann).
Die Untereinheiten umfassten:
Feldkompanien mit Pionierpersonal für Bau- und Sprengarbeiten, Brückenbau, Minenräumung etc. Reserve-Kompanien, die zur Verstärkung dienten.
Einen spezialisierten Scheinwerfer-Zug für technische Unterstützung bei Gefechten. Die Kompanien waren nach Bedarf den Infanterie- oder Reserve-Divisionen direkt zugeordnet,
um dort mit technischen Pionieraufgaben zu helfen. Diese Organisationsstruktur stimmt mit den üblichen Pionier-Bataillonsstrukturen des deutschen
Heeres 1914 überein, die aus zwei bis drei Feld-Bataillonen mit jeweils 34 Kompanien sowie weiteren Spezialzügen wie dem Scheinwerfer-Zug bestanden .
(Zusammenstellung KI generiert)
Nachweise in der Sammlung zum Infanterie Regiment 143
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