4. Unter-Elsässisches Infanterie Regiment 143 Niedersächsische Fußartillerie-Regiment 10

Niedersächsische Fußartillerie-Regiment 10

Das Niedersächsische Fußartillerie-Regiment Nr. 10 wurde am 19. Mai 1871 als „Festungs-Artillerie-Regiment Nr. 15“ aus Teilen hannoverscher und hessischer Festungsartillerie-Einheiten gegründet und war ein bedeutendes Artillerieregiment der preußischen Armee mit Wurzeln in Niedersachsen und Hessen.

Wichtige Eckdaten und Organisationsstruktur:

  • Gründung: 19.05.1871 in der Provinz Hannover, aus Hannoverscher Festungsartillerie-Abteilung Nr. 10 und Kurhessischer Festungsartillerie-Abteilung Nr. 11.

  • Umbenennungen: 24.03.1881 setzte die Umbenennung in „Fußartillerie-Regiment Nr. 10“ ein, seit 27.01.1902 dann die offizielle Bezeichnung „Niedersächsisches Fußartillerie-Regiment Nr. 10.

  • Struktur: Bestand aus einem I. (Hannoverschen) Bataillon und einem II. (Kurhessischen) Bataillon.

  • Garnison: Ab 1873 war der Regimentsstandort Straßburg im Elsass, das Regiment gehörte zum XV. Armee-Korps.

  • Uniform: Um 1900 Brandenburger Ärmelaufschläge, weiße Schulterstücke mit roten Ziffern.

  • Kriegseinsätze: Kämpfte 1870/71 im Deutsch-Französischen Krieg (u. a. vor Straßburg und Paris) und im Ersten Weltkrieg im Rahmen des XV. Armee-Korps (u. a. der 10. Ersatz-Infanterie-Division zugeteilt).

  • Kommandeure: U. a. Oberstleutnant Hüther (bis 1913), Oberstleutnant von Hellfeld (1913–1914), Major Dencker (1914–1918).

Die Benennung und Zuordnung der Abteilungen und Kompanien änderte sich mehrfach, wobei die Bataillone und Kompanien zeitweise auch getrennt stationiert waren – etwa in Hannover, Minden, Erfurt und zeitweilig in Metz und Straßburg.

Das Regiment ist sowohl in militärgeschichtlichen Quellen als auch in Denkmalsregistern dokumentiert, u. a. existieren online Namenlisten gefallener Soldaten der Kurhessischen Bataillone des Regiments.

Das Niedersächsische Fußartillerie-Regiment Nr. 10 ist nicht zu verwechseln mit dem Feldartillerie-Regiment Nr. 10, das auch in Hannover stationiert war, aber als „Feldartillerie-Regiment von Scharnhorst (1. Hannoversches) Nr. 10“ geführt wurde.

Die bedeutendsten Einsätze des Niedersächsischen Fußartillerie-Regiments Nr. 10 in seiner Geschichte waren:

  • Deutsch-Französischer Krieg 1870/71: Das Regiment war an der Belagerung von Straßburg und der Belagerung von Paris beteiligt. Diese Einsätze markieren die ersten großen Kampfhandlungen nach seiner Gründung, insbesondere im Rahmen der preußischen Belagerungs- und Festungsartillerieoperationen.

  • Erster Weltkrieg (1914–1918): Während des gesamten Krieges war das Regiment im Westen eingesetzt, häufig im Rahmen des XV. Armee-Korps und als Teil der 10. Ersatz-Infanterie-Division. Zu den Einsatzgebieten gehörten wechselnde Frontabschnitte, in denen es als schwere Artillerie großen Einfluss auf Grabenkämpfe, Festungsangriffe und Abwehrschlachten hatte. Die Details zu einzelnen Gefechten und Schlachten sind zwar nicht auf Kompaniestufe im öffentlichen Web leicht auffindbar, doch wird die kontinuierliche Verwendung als verlässliches schweres Artillerie-Regiment in den entscheidenden Stellungskämpfen dokumentiert.

  • Garnisonsdienste und Feldzüge: Zwischen den Kriegen war das Regiment in mehreren Garnisonen (z. B. Straßburg) stationiert und wurde mehrfach innerhalb des Deutschen Reichs umgruppiert, um verschiedene militärische Anforderungen zu erfüllen.

Laut Regiments- und Militärgeschichtsschreibung liegen die Schwerpunkte der Regimentseinsätze auf der Belagerungs- und Festungsartillerie, insbesondere vor und während großer Schlachten des späten 19. und frühen 20. Jahrhunderts.

Westfront im Ersten Weltkrieg

  • Artilleriedominanz: Die Schlachtfelder waren geprägt vom massiven Einsatz schwerer Artillerie. Technische Weiterentwicklungen wie der „Dicke Bertha“-Mörser kamen zum Einsatz.

  • Stellungskrieg und Feuerwalze: Entscheidende Durchbrüche wurden mit der sogenannten „Feuerwalze“ versucht, einer rollenden Artilleriedecke, unter der die Infanterie vorrückte. Das Gelingen hing dabei von der Präzision und Koordination zwischen Artillerie und Infanterie ab.

  • Technischer Fortschritt und Aufklärung: Fortschritte in der Luftaufklärung (Ballons, Flugzeuge) und Ortungstechnologien verringerten die Wirkung klassischer verdeckter Batteriestellungen und machten häufige Standortwechsel notwendig.

  • Logistik und Nachschub: Die Fähigkeit, ausreichend Munition und Material heranzuschaffen, war für das Durchhalten von Offensiven und Defensiven entscheidend; logistischer Mangel konnte zur schnellen Erschöpfung führen.

Zusammengefasst lag der Erfolg des Regiments stets in der Kombination aus technischer Überlegenheit, professioneller Logistik, organisatorischer Effizienz und massiertem Artillerieeinsatz bei gleichzeitiger Schwäche der gegnerischen Vorbereitung und Versorgung

(Zusammenstellung KI generiert)

Nachweise in der Sammlung zum Infanterie Regiment 143